Nachdem während der Famulatur in Otterndorf kaum Gelegenheit war, meine Famulaturerlebnisse und -erfahrungen „zu Papier“ zu bringen, gibt es nachträglich einen kleinen Abriss:

Unser Krankenhaus im beschaulichen Otterndorf (ca. 15 km von Cuxhaven) gehört mit ca. 100 Betten schon eher zu den Zwergen in der deutschen Krankenhauslandschaft. Nun denkt man sicher, bei so einem kleinen Krankenhaus gibt es nur wenig zu sehen und zu lernen, aber dem war gar nicht so. In den ersten drei Wochen war die Belegungsgrenze fast nahezu ständig erreicht und auch die Vielfalt an Krankheitsbildern war größer als gedacht und in Sachen Famuli-Betreuung war unsere Abteilung auch spitze. Langeweile kam lediglich in unserer letzten Woche so um die Mittagszeit auf, wenn von diagnostischer Seite alles gelaufen war und keine Neuzugänge kamen, aber selbst dann wussten wir uns mit einer Runde Schiffe-Versenken zu helfen :-) .

Aber nicht nur unter der Woche auf der Arbeit, sondern auch an den Wochenende gab es viel zu sehen. Von nur zwei Regentagen viel einer auf einen Sonntag, weshalb wir uns dann für einen Ausflug nach Bremerhaven entschieden. Dort besuchten wir das Deutsche Schifffahrtsmuseum und zu meiner Freude fand am gleichen Tag dort auch ein Triathlon statt. Unsere beiden Hamburg-Exkursionen waren auch sehr erlebnisreich. Während Martin sich die Frida Kahlo Ausstellung anschaute,verbrachte ich den Tag beim Triathlon World Cup in der Hansestadt. Das andere Mal besuchten wir den Karneval der Kulturen, das Rock Spektakel und das Rathaus, wo zufällig Tag der offenen Tür war. Am Abend schlenderten wir schließlich noch über die Reeperbahn. Aber auch in der näheren Umgebung gab es einiges zu sehen: Ahlenmoor, Vorgeschichtslehrpfad, Archäologisches Museum im Schloss Bad Bederkesa und die alte Windmühle, um nur ein paar zu nennen. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Strandbesuche mit der Lektüre, sei es in Otterndorf selbst oder in Cuxhaven. Wettertechnisch hatten wir sehr viel Glück, was uns auch von Einheimischen mehrmals bestätigt wurde und der September hatte sich somit für den verregneten August entschuldigt.

Als Fazit lässt sich sagen, dass es eine perfekte Symbiose aus praktischem Lernen im Krankenhaus und Freizeitvergnügen nach Feierabend war, wie wir es uns vorgestellt hatten.



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