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Sports Utility Vehicles, oder kurz einfach SUVs, sind ja aus dem modernen Straßenverkehr kaum noch wegzudenken, aber ich fragte mich schon immer, was diese Benzin-fressenden Kisten eigentlich im Stadtverkehr sollen, man hält ja schließlich auch keine Tiger in der Hundehütte… Bisher dachte ich ja immer, dass sie als Fallussymbol in die Jahre gekommener Gigolos dienen oder dem gealterten Fahrer das Betreten sowie Verlassen des Fahrzeugs durch einen erhöhten Einstieg erleichtern sollen, aber heute wurde ich dann endlich eines besseren belehrt. Man kennt sie ja von überall, besonders aus der Provinz, die zu eng geplanten Straßen und weil dann auch noch die Gehwege für die Fußgänger verbreitert wurden, steht man nun vor dem Problem, dass nicht mehr zwei Autos aneinander vorbeifahren können. Eigentlich ja kein Problem, fährt man halt eben über den Gehweg. Tja, aber auch dies ist nicht überall möglich, da so kluge Verkehrsplaner mittlererweile auch mal zu überhöhten Bordsteinen neigen und man sich ja nicht die lackierten Plastikstoßstangen verkratzen oder gar abbrechen will. So bleibt einem dann doch nur der Besuch beim Autohändler und ehe man sich versieht fährt man dann auch in einem solchen Monster durch die „Großstadt“.


Gestern Abend war ich, wie es die Tradition verlangt ;-) , wieder beim alljährlichen Weihnachtskonzert, das wie jedes Jahr eine gute Gelegenheit bietet, wieder meine alte Wirkstätte, das Alexander-von-Humboldt Gymnasium, zu besuchen, wo ich volle neun Jahre meiner Schulzeit verbracht habe. Größtenteils ist es ja glücklicherweise auch mit schönen Erinnerungen verbunden und auch wenn ein Großteil meiner Lehrerschaft schon in Pension gegangen ist, so sind doch auch einige von diesen dort noch anzutreffen. Eigentlich schon schade, wenn man überlegt, dass gerade solche Urgesteine das Schulleben mit ihren zwar teils schon etwas sagen wir mal „anderen“ Art bereichert haben. Und auch wenn man den ein oder anderen auch nicht mochte, so ist es dennoch schade, wenn sie nicht mehr da sind.

Was ich auch etwas schade fand, war, dass unser alter Musiklehrer, der zwar einen Vollschaden hatte und von Jahr zu Jahr immer mehr Pfunde dazu bekam, was uns jedes Jahr immer wieder zum Erstaunen brachte, seinen doch so sehr geliebten Job als Chorleiter des Unterstufenchores an eine neue Musiklehrerin abgeben musste und nur ein kleines Gastspiel am Flügel geben durfte. Sein steifer und teilweise schon lächerlicher Auftritt war halt schon immer ein sehr amüsantes Erlebnis. Aber seine Nachfolgerin war nicht schlecht, auch wenn ich mich im ersten Moment fragte, was die Mittelstuflerin da auf der Bühne beim Unterstufenchor verloren hat und man ihr die Nervosität und das übermäßige Engagement einer Anfängerin doch noch sehr ansah. In Sachen Bekleidung hatte sie sicherlich auch etwas in die falsche Kiste gegriffen, da sowohl ihre Bluse als auch ihre Hose etwas eng für die Proportionen gewählt waren und sie deshalb nach jedem Lied nervös an ihrer Bluse herumzupfte und aufpassen musste nicht zu hyperventilieren. Aber vom fachlichen war es ein sehr ausgereifter Auftritt mit einer guten Liederauswahl und durchdachten Chor-Arrangements.

Weiterhin erwähnenswert erscheinen mir noch die Sopranistin, die ich auch für eine Schülerin der 10. oder 11. Klasse hielt, die aber, wie sich dann herausstellte als Lehrkraft zur Stimmbildung und für Einzelgesangsunterricht an der Schule eingestellt wurde. Ihr Stimme war aber schon echt sehr beeindruckend, ebenso wie das große Finale mit allen Chören und dem großen Orchester, das dieses Jahr sogar zwei Harfen dabei hatte. Ich muss schon sagen, dafür, dass alle Mitwirkenden „nur“ Amateure waren, hatte das Konzert schon eine herausragende Qualität und über die kleinen Missgeschicke sieht man da dann auch gerne hinweg, zumal ich mir kaum vorstellen kann, dass man eine solch gute Vorstellung woanders zu freiem Eintritt bekommt.

Eine kleine Anmerkung muss ich noch machen: Ich war schon recht verwundert, als ich lesen musste, dass die Schule mittlererweile unter Videoüberwachung steht, aber offensichtlich, wie man an zahlreichen Graffitis erkennen konnte, hat der Vandalismus in den letzten Jahren doch etwas zugenommen.


Nachdem ich seit letzter Woche all meine Weihnachtsgeschenke beisammen habe und gestern nach Hause gefahren bin, kann ich mich nun ganz der Weihnachtsstimmung hingeben :-) . So richtig will sich diese aber dieses Jahr nicht wirklich einstellen, denn es ist für meinen Geschmack noch viel zu warm und so wird auch das vorsilversterliche Skifahren, auf das ich mich so gefreut hatte, wohl ausfallen müssen. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf Heilig Abend und um doch noch ein bisschen mehr Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, werde ich mich heute Abend zum Weihnachtskonzert von meiner alten Schule begeben, das eigentlich auch nach dem Abitur stets ein fester Termin in meinem Terminkalender war…

Allen, die ihre Geschenke noch nicht zusammen haben wünsche ich auf jeden Fall noch viel Erfolg und Durchhaltevermögen ;-) , dieses Jahr bin ich mal nicht dabei :D .


Weinprobe

09Dez06

Vergangenen Mittwoch waren rund 40 Mann und Frau, hauptsächlich aus dem 5. und 6. Semester zur Weinprobe im Juliusspital in Würzburg. Für meine Person war es da natürlich eien Ehrensache mit von der Partie zu sein :D .

Zuerst begann alles mit einer harmlosen Führung über das Gelände, vorbei an der anatomischen Kapelle, in denen zu Frühzeiten Medizingrößen wie Koelliker & Co den damaligen Studenten die Anatomie und Pathologie näher brachten. Anschließend durften wir einen Blick in die alte Apotheke, das einzige Zimmer mit Einrichtung das den Bombenhagel des 2. Weltkrieges überlebt hat, werfen und dann ging es endlich in den Weinkeller, vorbei an alten und neuen, vollen und leeren Weinfässern, bis wir endlich im lang ersehnten Gastraum ankamen. Dort wartete bereits eine urige fränkische Brotzeit und das Kernstück der Veranstaltung, die Weinprobe :-) . Ein paar richtig edle Tropfen muss man schon sagen, u.a. der Lieblingswein von Goethe und der Krönungswein von Elisabeth II. (ein Riesling von der Lage Würzburger Stein mit dem Prädikat großes Gewächs und dem stolzen Preis von 22€ je 0,7 l Bocksbeutel). Mit jedem Wein nahm auch die Stimmung und Lautstärke an den Tischen zu und so war es klar, dass nach der Weinprobe noch lange nicht Schluss sein würde. Also ging es in den „Schelmenkeller“, wo die Party dann erst so richtig begann und wir Mediziner mal wieder unter Beweis stellen konnten wie wir den Umgang mit Wein und Weib beherrschen :D . Als auch dort Schluss war machte sich dann noch ein Haufen hartgesottener in den Zauberberg, wo es noch bis in die frühen Morgenstunden krachen ließen.

Letztendlich muss ich sagen, dass es ein heiden Spaß war und man durchaus mal eine weitere Weinprobe, dann vielleicht in der Residenz ins Auge fassen sollte :D .

Wohl bekomms!


Eine kleine Hörprobe aus dem akutellen Album „Dreams“ von The Whitest Boy Alive:

Ein, wie ich finde sehr gelungenes Album, mit sehr schönen Gitarren-Klängen, so ähnlich wie die Turntablerockers, nur noch eine Nummer rockiger, vom Electro ist sozusagen nicht mehr allzu viel zu hören ;-) .